Netzwerk

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Das Netzwerk stroh+paille+paglia möchte das Bauen mit Stroh und mit weiteren natürlich nachwachsenden Rohstoffen fördern, indem es

  • Fachpersonen und Interessierte vernetzt
  • Informationen zugänglich macht
  • Events und Trainings organisiert
  • Lehrmaterialien für Berufsschulen und Hochschulen entwickelt

Am 10. Dezember 2016 haben zehn Fachleute aus den Bereichen Planung, Handwerk und Öffentlichkeitsarbeit das Netzwerk als Verein gegründet. Der Vorstand besteht aktuell aus Michèle Brand, Hochbauzeichnerin, Basel; Frank Brauer, Malermeister, Rheinfelden/D; Thomas Dimov, Architekt, Zürich

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Wieso braucht es das Netzwerk?

Bauen mit Naturbaustoffen wird von der Mehrheit der Baubranche noch oft als Wagnis empfunden und mit höheren Baukosten in Verbindung gebracht. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Naturbaustoffe auch gegen die Masse der industriell hergestellten, synthetischen Materialien ankämpfen müssen. Dabei fehlt ihnen bisher weitgehend eine Lobby.

Während die Schweiz im Bereich des Holzbaus eine führende Stellung einnimmt und auch das Wissen dazu vorhanden und verankert ist, sind andere Naturbaustoffe wie beispielsweise Stroh aber auch Lehm noch eher unbekannt oder nicht allgemein akzeptiert. In den Lehrplänen von Gewerbe- und Hochschulen sind diese Materialien und Bauweisen in der Regel überhaupt nicht vertreten.

Es gibt aber eine Reihe von Pflanzenfasern, die sich ausgezeichnet als Baustoffe eignen. Dazu gehören zum Beispiel Flachs, Hanf oder Schilf. Und so erstaunt es auch nicht, dass diese im traditionellen Bauen teilweise bereits seit Jahrhunderten wenn nicht Jahrtausenden Verwendung finden und bewährt sind. Durch die Entwicklung von neuen Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden haben diese Stoffe auch Eingang in das moderne Bauen gefunden.

Eine Sonderstellung nimmt in diesem Zusammenhang Getreidestroh ein. Es muss nicht extra angebaut werden, sondern fällt in grossen Mengen als Nebenprodukt der Nahrungsmittelproduktion an und wird in der heutigen Landwirtschaft nur noch zu einem kleinen Teil weiterverwendet. Somit ist es naheliegend, sich Gedanken über alternative Verwendungsmöglichkeiten zu machen. Wieso nicht Stroh (wieder) als Baustoff einsetzen? Getreidestroh ist (im Moment) in der Schweiz (noch) kein standardisierter Baustoff. Dennoch hat er bereits mehrfach beim Bau von mehrgeschossigen und auch öffentlichen Gebäuden mit höchsten Qualitätsansprüchen Verwendung gefunden.

Wir bauen mit Stroh…

  • weil wir damit zusammen mit Holz und Lehm gesunde Häuser mit einem behaglichen Raumklima bauen können: Ausgeglichene Luftfeuchtigkeit, saubere Atemluft und trockene, warme Wände.
    Häuser aus Stroh, Holz und Lehm sind die perfekte 3. Haut.
  • weil wir am liebsten erneuerbare und regionale Baustoffe verwenden, die über eine hervorragende Ökobilanz aufweisen. Ihre Gewinnung, Transport und Herstellung verbraucht deutlich weniger Energie als bei synthetischen Stoffen. Stroh muss nicht zur Abwehr von Schädlingen oder Schimmel oder zur Erhaltung der Formstabilität mit Zusatzstoffen ausgerüstet werden. Nach der Nutzung sind Strohgebäude komplett rückbaubar.
    Häuser aus Stroh haben einen kleinen ökologischen Fußabdruck.
  • weil es ein günstiger Baustoff ist: regional in grosser Menge verfügbar und von lokalen Handwerkern verarbeitbar. So steigern wir die regionale Wert- schöpfung. Durch Mithilfe beim Bauen sparen unsere Bauherren Baukosten.
    Häuser aus Stroh kosten nicht die Welt.

> Flyer stroh+paille+paglia

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